Das Weingut befindet sich in einem Seitental des Flusses Volturno in Kampanien, nördlich von Caserta, in einer von Landwirtschaft geprägten Gegend mit kleinen Ortschaften und umgeben von einer grünen Hügelkette.

Es entstand auf den Überresten eines Landhauses von Anfang des 19. Jahrhunderts, das zum Teil als restitutio ad integrum, zum Teil philologisch restauriert in das heutige Gebäude eingebunden wurde. Das Weingut umfasst ein Verkostungszentrum mit Gästehaus und eine Kellereianlage zur Weinherstellung.

Der Kontrast zwischen diesen beiden Bauteilen im architektonischen Projekt ist offensichtlich und wird noch hervorgehoben sowohl durch die Entscheidung, von einem einzigen Baukörper mit allen Funktionen Abstand zu nehmen, als auch durch die Absicht, eine Spur der Architektur des Ortes, wenn auch nur teilweise, zu konservieren.

Die beiden ursprünglichen ebenerdigen Ambiente besitzen Segelgewölbe und Putz in der traditionellen Technik des Opus signinum, sowie Terrakotta-Fussböden. Im ersten Stock, zu dem man über eine offene mit Trani-Stein verlegte Treppe gelangt, befinden sich 4 Gästezimmer, längs einem vom Holzbalkendach geschützten Logenkorridor.

Alle Berührungspunkte zwischen Dach und Seitenmauern sind aus durchsichtigem Glas, sodass die Unterbrechung zwischen den beiden Teilen akzentuiert wird. Der existierende Schuppen ist zu einem überdachten Durchgang verlängert, und zeichnet die Längsausrichtung des Gebäudes nach. Er liegt der mit weißem Kalkstein verkleideten Tenne gegenüber.  Die neue Kellereianlage befindet sich in einem gegenüber der Umgebung künstlich tiefer gelegten Teil des Gutes. Sie entwickelt sich vor allem longitudinal, was eine tiefe Auskehlung an den Wänden unterstreicht, und reicht in seiner maximalen Höhe genau an die Wurzeln der Rebstöcke im umgebenden Weinberg. Der Verputz der Grundmauern ist braun wie die umgebende Erde, während der obere, von Bandfenstern und kleinen Lichtlöchern erhellte Teil, der Büros und Labors enthält, gelb ist. Nur auf der Nordseite ist der starke Vorbau und Kopfbogengang mit anthrazitfarbenem Vesuv-Lavastein gepflastert.

Auf der gegenüberliegenden Seite folgt der Terrain, seinem natürlichen Verlauf überlassen, der Terrassierung einer langen Mauer aus Stahlbeton und Tuffstein, die die Verbindungstraße zwischen Kellerei und Fasskeller sichert.